Der Luftkrieg 1939 bis 1945

 
Der Traum vom Fliegen ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Schon die griechische Mythologie kennt die Sage des Ikarus, der, um von der Insel Kreta zu entkommen, sich Flügel mit Wachs anklebte, bei seinem Flug aber der Sonne zu nahe kam, was das Wachs zum Schmelzen brachte und Ikarus in das Meer stürzen ließ.
 
Im Mittelalter beschäftigte sich das italienische Universalgenie Leonardo da Vinci´s mit dem Flug der Vögel, und entwarf einen Apparat, der das Fliegen möglich machen sollte.
 
Der Ruhm, die ersten fliegenden Menschen zu sein, sollte jedoch den Gebrüdern Montgolfiere vorbehalten sein, welche sich im Juli 1783 mit einem Heissluftballon in die Lüfte erhoben.
Es dauerte nicht lange und die neue Erfindung musste bereits militärischen Zwecken dienen. Bereits während der Kriege, die der französischen Revolution folgten, wurden mit Seilen am Boden befestigte Ballone zur Beobachtung des Feindes eingesetzt.
 
Während des deutsch-französischen Krieges 1870/71 nutzen die Franzosen Ballone um Personen über den deutschen Belagerungsring um Paris ein- und auszufliegen, wogegen die Deutschen Bak´s einsetzten: 88 mm Ballonabwehrkanonen, die Anfänge der modernen Flak.
 
Am Strande von Kitty Hawk, North Carolina, erlebte die moderne Luftfahrt 1903 ihre Geburtsstunde: Orville und Wilbur Wright schafften den ersten motorisierten Flug der Menschheitsgeschichte, und legten eine Strecke von etwa 300 m zurück.
 
Wieder sollte es nicht lange dauern und die neue Errungenschaft wurde dem Kriegshandwerk nutzbar gemacht. Bereits vor dem ersten Weltkrieg wurden Flugzeuge in kleinern Kriegen zur Beobachtung des Gegners eingesetzt.
 
Im Ersten Weltkrieg sollte das anfangs von den Generälen noch mit Misstrauen bedachte Flugzeug schließlich zu einer Waffe enormer Bedeutung werden, auch wenn es noch nicht die verheerende Vernichtungskraft späterer Zeiten hatte.