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Die Ostfront
 
Die Hauptanstrengungen der Mittelmächte liegen 1915 auf dem östlichen Kriegsschauplatz, da man hofft, hier zu einem Seperatfrieden mit Russland zu kommen. So beginnen die Mittelmächte am 23.Januar eine Offensive mit 20 Divisionen aus den Karpaten in Richtung Przemysl, um diese belagerte Festung zu entsetzen. Kurze Zeit später, am 8.Februar, beginnt eine deutsche Offensive an den Masurischen Seen, die mit der Zerschlagung der 10. Russ. Armee endet. Die Deutschen machen 95.000 Gefangene. Im Süden gelingt es den Mittelmächten nicht Przemysl zu entsetzen: 120.000 Mann K.u.K.-Truppen gehen in Gefangenschaft.
Weitere 500.000 Mann sind bei dem Entsatzversuch getötet, verwundet oder gefangen worden. So stehen im April 1915 etwa 1,3 Millionen Mann der Mittelmächte gegen 1,8 Millionen Russen. Dennoch gelingt den Mittelmächten am 2.Mai eine erfolgreiche Offensive bei Gorlice-Tarnow. Die Russen werden 100 km zurückgeworfen. Durch weitere Angriffe können die Mittelmächte bis zum 3.Juni die Festung Przemysl zurückerobern und erreichen den San. Durch weitere Offensiven gelingt am 5. August die Einnahme Warschaus. Russische Gegenangriffe gegen Ende des Jahres scheitern. Die Kampfmoral der russischen Streitkräfte hat durch die wiederholten Niederlagen schwer gelitten. Die Mittelmächte haben im Verlauf ihrer Offensiven fast 1 Million russische Gefangene gemacht. Des Weiteren führen die Rückschläge zu inneren Unruhen in Russland. 
 
Der Balkan
 
Schon zu Beginn des Jahres 1915 planen die Mittelmächte eine erneute Offensive gegen Serbien. Aufgrund der angespannten Lage an der West- und Ostfront können sie jedoch erst im Oktober genügend Kräfte bereitstellen Bulgarien, das von beiden Seiten heftig umworben wurde, ist am 14.10.1915 auf Seiten der Mittelmächte  dem Krieg beigetreten. Einen Monat vorher haben die Alliierten unter Verletzung der griechischen Neutralität ein Expeditionskorps, die so genannte „Orientarmee“, bei Saloniki gelandet.  Am 7.Oktober eröffnen die Mittelmächte ihre lang vorbereitete Offensive gegen Serbien. Bis Ende November ist Serbien geschlagen und das Land besetzt. Entlastungsversuche der alliierten Orientarmee schlagen fehl.
 
Die italienische Front
 
Durch großzügige territoriale Zusagen an Italien auf Kosten Österreich-Ungarns gelingt es der Entente, Italien am 23. Mai zum Kriegseintritt auf Seiten der Entente zu bewegen. Vorläufig erklärt Italien jedoch nur Österreich Ungarn den Krieg. Diese neue Front führt zu einer weiteren Verschärfung der Lage der Mittelmächte. Nach und nach werden hier bis zu 800.000 Mann der besten K.u.K.-Truppen gebunden.
Der italienische Oberbefehlshaber Cadorna verfügt etwa über 1 Million Mann. Seine Bemühungen richten sich zunächst ausschließlich auf den Durchbruch in den Julischen Alpen und die Einnahme von Triest. Zu diesem Zweck führt er in diesem Jahr 4 Großoffensiven an dieser so genannten Isonzo-Front durch. Alle 4 scheitern unter schweren Verlusten.